Caroline Wahl - 22 Bahnen
Loslassen
Worum
es geht:
Die Studentin Tilda führt ein sehr einfaches Leben.
Viele ihrer Kommilitonen würden sicherlich behaupten, dass Tilda ein
langweiliges Leben führt. Tilda studiert Mathematik. Nach den
Vorlesungen arbeitet sie nebenher an der Kasse eines Supermarktes.
Abends geht sie schwimmen, meistens 22 Bahnen. Dann geht sie nach
Hause. Sie wohnt noch bei ihrer Mutter. Und der einzige Grund dafür
ist ihre kleine Schwester Ida. Tilda traut sich nicht Ida mit der
alkoholkranken Mutter alleine zu lassen. Doch Tildas Studium neigt
sich dem Ende zu. Sie bekommt sogar eine Promotion in Berlin in
Aussicht gestellt. Es wird Zeit, endlich mal loszulassen.
Nachdem
ich Caroline Wahl in einer Talkshow gesehen habe, war ich total
begeistert von ihr und wollte deshalb unbedingt ihr Erstlingswerk
lesen. Ich muss sagen, dass ich mich anfangs etwas schwergetan habe,
in die Geschichte hineinzufinden. Caroline Wahl hat wirklich ihren
eigenen und einzigartigen Schreibstil. Sie schmückt nichts aus,
beschreibt wirklich nur die Dinge, die auch wichtig sind. Ihre Art
der Wiedergabe von einer Unterhaltung hat mich dann auch eher an ein
Skript für Schauspieler erinnert und ich habe anfangs meine
Schwierigkeiten damit gehabt. Das Buch ist spannend geschrieben.
Nachdem ich einmal richtig drin gewesen bin, wollte ich es auch schon
nicht mehr aus der Hand legen. Stellenweise ist es ein eher düsteres
und dramatisches Buch, was natürlich auch der Story geschuldet ist.
Allerdings muss man hier drauf auch Lust haben. Tilda und Ida sind
mir, während des Lesens, sehr ans Herz gewachsen. Tilda ist eine
Heldin, ohne das sie es ahnt oder gar sein möchte.
Ein sehr
spannendes und interessantes Buch über eine junge Heldin des
Alltags.
Eine klare Leseempfehlung von mir und sehr gute 4
Sterne.
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